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Das Gendersternchen (*) ist eine Form der geschlechtergerechten Sprache, die versucht alle Geschlechter einzuschließen.

So wird es verwendet:

“Leser*innen”, “Kolleg*innen”.

Ausgesprochen wird es häufig als kleine Pause mitten im Wort.

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Der Genderdoppelpunkt (:) ist eine Form der geschlechtergerechten Sprache, die versucht alle Geschlechter einzuschließen.

So wird es verwendet:

“Leser:innen”, “Kolleg:innen”.

Ausgesprochen wird es häufig als kleine Pause mitten im Wort.

Der Genderdoppelpunkt ist besonders bei Text-to-speach Ausgabeprogerammen inklusiver, da die Pause mitgelesen wird.

AFAB

Auch: DFAB, FAAB.

Die Abkürzung AFAB steht für “assigned female at birth”, DFAB für “designated female at birth” und FAAB “female assigned at birth”. Die drei Begriffe sind verschiedene Varianten von “bei Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen”. Inter* und trans*  Personen, die bei ihrer Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen wurden, verwenden diese Bezeichnung, um auszudrücken, dass sie sich damit nicht oder nur teilweise identifizieren können.

AMAB

Auch: DMAB, MAAB.

Die Abkürzung AMAB steht für “assigned male at birth”, DMAB für “designated male at birth”, und MAAB “male assigned at birth”. Die drei Begriffe sind verschiedene Varianten von “bei Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen”. Inter* und trans*  Personen, die bei ihrer Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen wurden, verwenden diese Bezeichnung, um auszudrücken, dass sie sich damit nicht oder nur teilweise identifizieren können.

Abbinden

Personen, welche Dysphorie gegenüber der  Ausgebildeten Brust empfinden binden diese häufig ab.

Hilfsmittel dafür sind Binder und Tape.

Abrosexuell

Als Abrosexuell können sich Personen bezeichnen, deren Sexualität sich häufig und grundlegend ändert und entsprechend fließend bzw. fluid ist. Diese Veränderungen können häufig oder auch sehr unregelmäßig stattfinden.

Eine abrosexuelle Person könnte z.B. an einem Tag schwul, am nächsten Tag greysexuell und eine Woche später bisexuell sein.

Ace

Ace ist eine Abkürzung für a_sexuell. Die a_sexuelle Community verwendet ace meist als Eigenbezeichnung und Schirmbegriff.

 

Afeindlichkeit

Auch: Allonormativität

Afeindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung von a_sexuellen und a_romantischen Menschen.

Sie kann sich z.B. durch Ablehnung, Wut, Intoleranz, Vorurteile, Unbehagen oder körperliche und/oder psychische Gewalt äußern, und sowohl Personen betreffen, die a_sexuell und/oder a_romantisch sind, also auch Personen, die so wahrgenommen werden.

Agender

Auch: Genderless.

Agender Menschen haben kein Geschlecht, fühlen sich keinem Geschlecht zugehörig oder können mit dem Konzept von Geschlecht nichts anfangen.

Ageosexuell

Als Ageosexuell können sich Menschen beschreiben, die ihre Sexualität beispielsweise in sexuellen Fantasien ausleben, aber keine sexuelle Beziehung mit anderen Menschen wollen.

Ageosexuell ist eins von vielen Labels unter dem Makrolabel  a_sexuell.

 

Allonormativität

Allonormativität ist eine Norm in unserer Gesellschaft, die davon ausgeht, dass jede Person Sex und eine romantische Beziehung haben will.

Sex und romantische Beziehungen werden dabei als ein “normaler” und notwendiger Teil des Erwachsenwerdens und des Alltags angesehen.

Das führt zur Diskriminierung von a_sexuellen und a_romantischen Personen, auch Afeindlichkeit genannt.

Allonormativität ist ein Teil von Heteronormativität.

 

Alloromantisch

Alloromantisch ist eine Person, wenn sie grundsätzlich romantische Anziehung gegenüber anderen Personen verspürt. Alloromantisch ist also das Gegenteil von a_romantisch.

Allosexuell

Allosexuell ist eine Person, wenn sie grundsätzlich sexuelle Anziehung gegenüber anderen Menschen verspürt, also z.B. heterosexuell oder bisexuell ist. Damit ist allosexuell das Gegenteil zu a_sexuell.

Ally

Auch: Verbündete:r, Unterstützer:in, Fürsprecher:in.

Eine Person, die selbst nicht Teil einer marginalisierten Gruppe, z.B. der trans* Community, ist, aber diese aktiv unterstützt, wird als Ally bezeichnet. Sie arbeitet aktiv daran, Intoleranz zu beenden, klärt andere Menschen über die Belange der marginalisierten Gruppe auf und nutzt ihre Position, nicht Teil der marginalisierten Gruppe zu sein, um sich für die Gleichstellung diskriminierter Personen einzusetzen.

Amatonormativität

Amatonormativität ist eine Norm in unserer Gesellschaft.

Es wird davon ausgegangen, dass alle Menschen in einer romantische Beziehung bzw. einer Ehe sein wollen.

Durch Amatonormativität werden exclusive, monogame Liebesbeziehungen privilegiert.

Gleichzeitig werden Freund:innenschaften runtergewertet, da diese nicht als ebenso wichtige soziale Beziehungen gelten wie eine Ehe oder eine romantische Beziehung.

Ebenso werden Personen, die single oder in a_romantischen Beziehungen sind, abgewertet – ihnen wird das Gefühl gegeben, dass ihnen etwas fehlt, und es wird davon ausgegangen, dass sie auf jeden Fall nur vorübergehend in dieser "Phase" sind.

Amatonormativität schlägt sich auch als strukturelle Diskriminierung nieder: So fehlen z.B. rechtliche Formen der gegenseitigen Absicherung von nicht-romantischen Beziehungen, dar beispielsweise Ehen im Steuerrecht besser gestellt sind.

 

Der Begriff wurde von der aromantischen Community aufgegriffen, um ihre Diskriminierungserfahrungen zu beschreiben

Ambiamorie

Ambiamore Menchen können sowohl in polyamorösen als auch in monogamen Beziehungen leben. Für sie ist es wichtig, dass die jeweilige Beziehungsstruktur zu den Personen passt, mit denen sie in einer Beziehung sind, und dass die eigene Lebenssituation zum jeweiligen Beziehungsmodell passt.

Ambiromantik

Ambiromantik ist eine romantische Orientierung zu Menschen hin, die androgyn sind.

Androgyn

Androgyn bezeichnet eine Art der Geschlechtspräsentation, die sowohl männliche als auch weibliche Elemente haben kann oder sich in einem Spektrum dazwischen bewegt. Der Begriff wird manchmal auch als Beschreibung für eine Geschlechtsidentität benutzt, die sich zwischen männlich und weiblich verortet. 

Androromantik

Androromantik bezeichnet die romantische Anziehung einer Person zu Männern oder maskulinen Personen.

Anders als z.B. “heterosexuell” sagt dieser Ausdruck nichts über das Geschlecht der Person, von der die Anziehung ausgeht, aus. Deshalb ist er z.B. für nichtbinäre Menschen eine gute Alternative.

Androsexualität

Androsexualität bezeichnet die sexuelle Anziehung einer Person hin zu Männern oder maskulinen Personen.

Diese Art, eine sexuelle Orientierung auszudrücken, sagt nichts über das Geschlecht der Person aus, die sich so bezeichnet. Sie ist deshalb eine gute Alternative z.B. für nichtbinäre Menschen.

Aro

Aro ist eine Abkürzung für a_romantisch. Die a_romantische Community verwendet sie gerne als Eigenbezeichnung und als Schirmbegriff.

Aro-Ace

Aro-Ace bezeichnet eine Person, die sowohl a_romantisch als auch a_sexuell ist. Der Begriff wird gerne als Eigenbezeichnung und Schirmbegriff für die a_romantisch-a_sexuelle Community verwendet.

Aromantic Spectrum Awareness Week

Die Aromantic Spectrum Awareness Week dient der Sichtbarmachung des a_romantischen Spektrums.

Sie findet in der Regel in der Woche nach dem Valentinstag, also dem 14. Februar, statt. In dieser Woche reden a_romantische Menschen vor allem auf Social Media über ihre Orientierung und ihre Erfahrungen damit. So sollen mehr Menschen erfahren, was A_romantik überhaupt ist und was es bedeutet, a_romantisch oder auf dem a_romantischen Spektrum zu sein.

 

Aromantik

Als A_romantisch bezeichnet sich eine Person, die keine oder wenig romantische Anziehung verspürt und/oder kein Interesse an romantischen Beziehungen hat. Eine aromantische Person ist nicht zwangsläufig auch asexuell.

Das "_" in A_romantisch soll symbolisieren, dass a-romantik ein Spectrum ist. 

a-romantische personen können trotzdem beziehungen führen wie queerplatonik 

Asexualität

Eine A_sexuelle Person fühlt keine oder wenig sexuelle Anziehung zu anderen Menschen.

Asexuelle Menschen sind nicht auch zwangsläufig auch aromantisch.

Asexualität ist eine sexuelle Orientierung und nicht die Entscheidung, auf Sex zu verzichten (wie z.B. im Zöllibat). Außerdem ist es auch für asexuelle Menschen nicht ausgeschlossen, aus verschiedenen Gründen Sex zu haben.

Autosexualität

Autosexualität beschreibt, dass eine Person sich bevorzugt selbst befriedigt und/oder zu sich selbst sexuell hingezogen ist. Der Begriff ist kein Synonym zu Selbstbefriedigung.

Bear

Auch: Bär.

Bear bezeichnet stärker behaarte Männer, die Sex mit Männern haben und/oder von Männern angezogen sind.

Auch Butches, die stolz auf ihre Körperbehaarung sind, bezeichnen sich manchmal als Bear.

Bicurious

Auch:  Bineugierig

Eine Person, die bicurious (von engl. curious = neugierig) ist, ist neugierig darauf, Beziehungen und Sex mit Menschen mehrerer Geschlechter auszuprobieren, beschreibt sich selbst aber nicht als bisexuell.

Bifeindlichkeit

Bifeindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung von bisexuellen Menschen.

Sie äußert sich z.B. durch Ablehnung, Wut, Intoleranz, Vorurteile,  Unbehagen oder körperliche bzw. psychische Gewalt, und kann sowohl bisexuelle Menschen, als auch Menschen, die als bisexuell wahrgenommen werden, betreffen.

Bigender

Eine Person ist bigender, wenn sie zwei (oder mehr) Geschlechtsidentitäten hat.

Diese können männlich und weiblich sein, aber es sind auch andere Kombinationen möglich.

Die  Geschlechtsidentitäten können gleichzeitig oder abwechselnd auftreten.

Binder

Ein Binder ist ein Hilfmittel für Personen mit Brust-dysphorie.

Er bindet die Brust ab und lässt den Oberkörper dadurch maskuliner und flacher wirken.

Binäres Geschlecht

Das binäre (westliche) Geschlechtersystem geht davon aus, dass es nur zwei Geschlechter, nämlich männlich und weiblich, gibt.

Es lässt keine weiteren Geschlechter zu und schließt somit inter*, nichtbinäre Personen sowie alle Genderidentitäten, welche auf dem Spektrum zwischen Mann und Frau aus.

Das binäre Geschlechtersystem wird im Alltag immer wieder durch Verhaltensweisen, Normen und Regeln hergestellt und es wird im Zweifelsfall auch gewaltvoll durchgesetzt.

Beispielsweise werden intergeschlechtliche Menschen unnötigen medizinischen Eingriffen ausgesetzt, damit sie einem binären Geschlechterbild entsprechen. (zwangsanpssung wurde erst 2021 verboten)

Biromantik

Biromantik bezeichnet die romantische Anziehung einer Person hin zu zwei oder mehr Geschlechtern.

Bisexual Health Awareness Month

Der Bisexual Health Awareness Month findet jährlich im März statt.

Es ist der Monat, in dem auf bisexuelle Gesundheit, sowie auf die Gesundheit von Personen, welche sexuell zu zwei oder mehr  Geschlechten angezogen sind, aufmerksam gemacht werden soll.

Der BHAM wurde vom Bisexual Resource Center gestartet und soll Aufmerksamkeit darauf lenken, dass bisexuelle Menschen ein erheblich höheres Risiko für schlechte physische und psychische Gesundheit haben als schwule, lesbische oder hetero Menschen, sowie mehr Diskriminierung im medizinischen und psychologischen Sektor erfahren. Jedes Jahr finden online und offline verschiedene Aktionen statt, um auf diese Probleme aufmerksam zu machen. 

 

Bisexualität

Auch: Bi+sexualität, bi+sexuell

 

Bisexualität beschreibt die sexuelle Anziehung zu zwei oder mehr Geschlechtern. 

Brustform

Eine Brustform ist typischerweise eine Silikonform, die an die Brust oder in einen BH geklebt werden kann, um einer Person (größere) Brüste zu ermöglichen. Brustformen werden vor allem von trans:femininen Personen Verwendet. Auch gibt es diese in unterschiedlichen Materialien.

Butch

Butch ist ein Begriff, der eine tendenziell maskuline Geschlechtspräsentation oder –identität beschreibt, insbesondere bei lesbischen oder queeren Frauen. Es wird oft dem Begriff ‚femme‘ gegenübergestellt. Butch kann aber auch eine nichtbinäre Identität sein.

CAFAB

Die Abkürzung CAFAB steht für “coercively assigned female at birth”, also “bei Geburt gewaltsam dem weiblichen Geschlecht zugewiesen”. Diese Formulierung wird vor allem von inter* Personen benutzt, die bei ihrer Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen und dementsprechend operiert wurden, ohne dass ihr Einverständnis vorlag. 

CAMAB

Die Abkürzung CAMAB steht für “coercively assigned male at birth”, also “bei Geburt dem männlichen Geschlecht gewaltsam zugewiesen”. Diese Formulierung wird vor allem von inter Personen benutzt, die bei ihrer Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen und dementsprechend operiert wurden, ohne dass ihr Einverständnis vorlag.

Chubby

Cis

Cis Frau

Cis Mann

Cisnormativität

Cissexismus

Closet

Coming Out

Community

Cross Dressing

Cupioromantisch

Deadname

Demiboy

Demifluid

Demiflux

Demigender

Demigirl

Demiromantik

Demisexualität

Divers

Drag King

Drag Queen

Drittes Geschlecht

Dyadisch

Dyke

Dysphorie

Enbisch

Enby

Ennosexuell

Ergänzungsausweis

FINTA

FLINT

Faggot

Feministischer Kampftag

Femme

Femmeromantik

Femmesexualität

Fraysexuell

Freundschaft +

FtF

FtM

FtN

Fürsprecher*in

Gatekeeping

Gay

Gelschlechtsangleichung

Gender

Gender Euphorie

Gender nonconforming

Gender-gleichgültig

Genderfae

Genderfaun

Genderfluid

Genderfuck

Gendern

Genderqueer

Genital Präverenz

Geschlechtsidentität

Geschlechtspräsentation

Geschlechtszuweisende Maßnahmen

Greygender

Hermaphrodit

Heteronormativität

Heteroromantik

Heterosexismus

Heterosexuell

Homofeindlichkeit

Homoromantik

Homosexualität

Hormontherapie

Inter

Intergender

Intersektionalität

Körperliches Geschlecht

LGBT Health Awareness Week

LGBTQ+

Label

Lesbenfeindlichkeit

Lesbisch

Libragender

Lithromantik

Lithsexualität

MTM

MTN

Makrolabel

Mastektomie

Mikrolabel

Misgendern

Misogynie

Monoamorie

Monoromantik

Monosexualität

MtF

Multigender

Multisexuell

Männlicher Körper

Neutrois

Nichtbinär

Nomasexuell

Novosexualität

Offene Beziehung

Omniromantik

Omnisexualität

Outing

Packer

Pangender

Panromantik

Pansexualität

Paroromantisch

Parosexuell

Passing

Platoniromantisch

Polyamorie

Polygamie

Polyqueerplatonisch

Polyromantik

Polysexualität

Pomoromantik

Pomosexualität

Post op

Pre op

Privileg

Queer

Queerfeindlichkeit

Queerplatonik

Queerplatonische Anziehung

Questioning

Quoiromantik

Quoisexualität

Regenbogenfamilie

Requisromantik

Rezipromantik

Romantische Erfahrung

Romantische Orientierung

Romantische Orientierung

SOFFA

Same Gender Loving

Schwul

Sensuelle Orientierung

Sexuelle Orientierung

Sexuelle Orientierung

Sexuelle Praxis

Sexuelle Präferenzen

Skoliosexuell

Spectraromantik

Spectrasexualität

Squish

Stargender

Stealth

Stone Butch

TERF

Tag der Menschenrechte

Tape

Testoblocker

Testosteron

Tomboy

Trans Frau

Trans Mann

Trans*

Trans*feminin

Trans*maskulin

Trans-Misogynie

Transandrogynität

Transfeindlichkeit

Transition

Transmedikalismus

Transsexualität

Transvestit

Travestie

Trigender

Triggerwarnung

Trixic

Tucking

Twink

Two-Spirit

Weder*noch

Weiblicher Körper

Xenogender

Zugewiesenes Geschlecht

Ästhetische Orientierung

Östrogen